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	<title>Philipp Henn's Weblog</title>
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		<title>Philipp Henn's Weblog</title>
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		<title>Progressive Nation Tour 2009</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 12:31:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Henn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern Abend machten die Protagonisten der &#8222;Progressive Nation Tour 2009&#8243; rund um die amerikanischen Prog-Metaller Dream Theater Halt in der Düsseldorfer Philipshalle. Drei weitere Bands standen auf dem Spieplan, darunter mit Opeth einer meiner absoluten Lieblingsacts. Pflichtprogramm also.
Den Anfang machten Unexpect. Meine Güte, was für ein unglaublicher Müll! Zwei Sänger, die halbwegs passable Death Metal-Vocals [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=philipphenn.wordpress.com&blog=3355431&post=441&subd=philipphenn&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Gestern Abend machten die Protagonisten der &#8222;Progressive Nation Tour 2009&#8243; rund um die amerikanischen Prog-Metaller <a href="http://www.dreamtheater.net/" target="_blank">Dream Theater</a> Halt in der Düsseldorfer Philipshalle. Drei weitere Bands standen auf dem Spieplan, darunter mit <a href="www.opeth.com/" target="_blank">Opeth</a> einer meiner absoluten Lieblingsacts. Pflichtprogramm also.</p>
<p>Den Anfang machten <a href="http://www.unexpect.com/" target="_blank">Unexpect</a>. Meine Güte, was für ein unglaublicher Müll! Zwei Sänger, die halbwegs passable Death Metal-Vocals auf die Reihe kriegten, dazu eine Sängerin, die sich am <em>Nightwish</em>-Opern-Sopran versuchte, ein Geiger, der alle anderen Instrumente übertönte, Keyboards, Saiteninstrumente und ein dann doch ordentlicher Drummer. Alles zusammen war das absolute Chaos, nicht zu ertragen, und ich ertrage musikalisch eigentlich einiges. Wenn die beiden Sänger/Gitarristen/Bassisten (ich weiß gar nicht, wer da was gespielt hat) und der Drummer alleine auf der Bühne gewesen wären, hätte mir das wohl gefallen können. So habe ich mich nach dem ersten Song wieder ins Foyer begeben. Grausam.</p>
<p>Nach einer halben Stunde war der Spuk vorbei, und nach erfreulich kurzen zehn Minuten Umbaupause kam Band Nummer 2, <a href="http://bigelf.com/" target="_blank">Bigelf</a>, auf die Bühne. Die sahen aus wie eine üble Drone-Band, hörten sich aber an wie eine <em>Deep Purple</em>-, <em>Led Zeppelin</em>- und <em>Black Sabbath</em>-Coverband, die irgendwann angefangen hat, eigene Songs zu schreiben, sich aber immer noch nach den alten Heroen anhört. Insgesamt aber sehr unterhaltsamer, flotter Hardrock.</p>
<p>Auch <em>Bigelf</em> durften 30 Minuten spielen, und wieder ging es erstaunlich schnell, bis <em>Opeth</em> an der Reihe waren. Die begannen klug mit dem ruhigen <em>Windowpane</em>, um nicht direkt noch mehr <em>Dream Theater</em>-Fans aus der Halle zu vertreiben. Sehr viele standen nämlich noch im Foyer oder draußen. Ich befürchtete schon, <em>Opeth</em> würden ein komplett ruhiges Set spielen, um die Death Metal-unaffinen Prog-Metal-Fans nicht zu verärgern. Aber Mikael Akerfeldt kündigte als zweiten Song etwas dämonischeres, &#8222;even satanic&#8220;, an, und als er das Intro von <em>The Lotus Eater</em> summte, war der Abend für mich gerettet. Leider waren die Schweden viel zu laut eingestellt, vor allem die Drums waren hart an der Schmerzgrenze. Schade, den sowohl bei <em>Bigelf</em> zuvor, als auch bei <em>Dream Theater</em> später, war der Sound beinahe perfekt. Aber egal. Es folgte <em>Reverie/Harlequin Forest</em>, dann erklärte Akerfeldt, dass er wisse, dass viele Fans in der Halle nicht viel von Death Metal hielten. Sie seien schließlich Pussies. Und deshalb würden sie jetzt einen Song spielen, den diese Leute wie die Pest hassen würden. <em>April Ethereal</em> war dafür die richtige Wahl. Als ich <em>Opeth</em> das letzte Mal gesehen habe spielten sie <em>Demon of the Fall</em>, das Mal davor <em>When</em>. Man scheint sich also von Tour zu Tour durch das phänomenale <em>My Arms, Your Hearse</em>-Album zu spielen. Doch immer noch waren die Schweden mit dem Lärmen nicht durch, es folgte noch das großartige <em>Deliverance</em>, bevor der Abschluss nach knapp einer Stunde mit dem gemächlichen <em>Hex Omega</em> für die <em>Dream Theater</em>-Fans beschwichtigend ausfiel. Toller Auftritt.</p>
<p>Die Umbaupause nach Opeth war dann nach den beiden sehr kurzen zuvor fast unverschämt lang. Besonders, da der Umbau selber offensichtlich nach wenigen Minuten fertig war und die Roadies fast 20 Minuten lang scherzend am Bühnenrand standen. Aber die Herren von <em>Dream Theater</em> wollten scheinbar einfach bis Punkt 22.30 Uhr warten, um dann genau eineinhalb Stunden bis 12 Uhr, wie auf der Eintrittskarte angegeben, spielen zu können. Albern. Als dann der Vorhang endlich fiel, blieb erstmal ein paar Minuten nichts anderes übrig, als mal wieder Mike Portnoy an seinem gigantischen Drumkit zu bestaunen. Der Mann ist einfach ein Phänomen, unglaublich mit was für einer Leichtigkeit der seinen Drums die abgefahrensten Rhythmen entlockt. Aber was soll ich insgesamt zu meiner ehemaligen Lieblingsband sagen? <em>DT</em> sind irgendwie ein zweischneidiges Schwert geworden. Die Instrumentalleistung der Herren Portnoy, Myung, Petrucci und Rudess ist nach wie vor unglaublich genial. Wenn eine Band fast während des kompletten Gigs Nahaufnahmen der Hände ihrer Mitglieder, wie sie über Saiten, Tasten und Trommeln jagen, auf drei (!!!) Leinwänden zeigen darf, dann sind das <em>Dream Theater</em>. Natürlich ist das Angeberei, natürlich ist das musikalische Onanie. Aber das können <em>DT</em> nun mal wie keine andere Band. Sonst können die Herren leider immer weniger. Der erste Song war offensichtlich ein neuer, denn ich kannte ihn nicht. Vom neuen Album habe ich nur die erste Singleauskopplung gehört, die mich so sehr langweilte, dass ich das Album nicht mal probegehört habe. Die Nicht-Solo-Passagen sind einfach belanglos. <em>DT</em> schwächelten schon immer, wenn Sänger James LaBrie auf die Bühne kam, aber ich habe das Gefühl, dass das immer schlimmer wird. Früher waren die mit Gesang unterlegten Stellen zumindest noch halbwegs spannend und die Texte ok. Spätestens seit<em> Octavarium</em>, dem letzten ordentlichen <em>DT</em>-Album, sind diese Passagen immer gleich, triefen vor Mitgröhl-Kitsch (was das Publikum leider auch lautstark tat) und die Texte sind einfach nur noch pathetisch. Dazu kommen neuerdings unglaublich peinliche, computeranimierte Leinwandfilme, nicht lustig wie bei <em>Rush</em>, sondern einfach albern. Pinselschwingende Elefanten und patronentragende Ameisen, wer kommt auf solche bescheuerten Ideen? Das <em>DT</em> auch mal anders konnten, zeigten sie dann als zweites mit dem herausragenden <em>The Mirror</em> und später noch mit dem fantastischen Instrumental <em>The Dance of Eternity</em> vom Über-Album <em>Scenes from a Memory</em>, dessen Genialität <em>Dream Theater</em> wohl nie wieder erreichen werden. Ansonsten überzeugte noch <em>In the name of God</em> von <em>Train of Thought</em>, sowie die Solopassagen der neuen Songs, bei denen LaBrie (der aber, das muss man ihm zugute halten, diesmal zumindest fast alle Töne traf) nicht auf der Bühne stand. Einen Totalausfall, nämlich eine unglaublich kitschige Ballade vom neuen Album, gab es auch. Ballade ist eigentlich noch zu nett, seien wir ehrlich, das war ein Schlager. Als Zugabe gab es einen zumindest halbwegs spannenden Song vom neuen Album. Insgesamt wie gesagt ein zweischneidiger Auftritt. Sag doch mal einer bitte den Jungs, dass sie am besten sind, wenn sie Songs rund um endlose Solo-Passagen konstruieren, und nicht, wenn sie fast schon massenkompaktible Mitsingstücke schreiben. Und sie sollen doch bitte aufhören, <em>Muse</em> sein zu wollen. <em>Muse</em> sind toll, ja. Aber, liebe <em>Dream Theater</em>-Jungs: niemand braucht eine zweite Band, die wie <em>Muse</em> klingt. Also lasst die Finger von Intros wie beim unsäglich pathetischen <em>Prophets of War</em>. <em>Muse</em> machen das viel besser als ihr und versuchen außerdem nicht, wie ihr zu klingen. Lasst es einfach!</p>
<p>Kurzes Fazit: <em>Unexpect</em>: großer Müll. <em>Bigelf</em>: unterhaltsam. <em>Opeth</em>: fantastisch, wie immer. <em>Dream Theater</em>: instrumentell hui, songtechnisch pfui.</p>
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		<title>Deutsche Bahn &#8211; Damit man die Hälfte des Konzerts nicht sehen muss</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 11:09:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Henn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielen Dank erstmal an die Deutsche Bahn: dank Gleisreparatur zwischen Düsseldorf und Essen  (die es nötig machte, die S-Bahn-Fahrgäste für zwei Stationen mit dem Bus zu transportieren) kam ich gestern abend eine dreiviertel Stunde zu spät im Turock an, und hatte dadurch die erste Band, The Ordher, komplett verpasst und konnte von der zweiten Band, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=philipphenn.wordpress.com&blog=3355431&post=436&subd=philipphenn&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Vielen Dank erstmal an die Deutsche Bahn: dank Gleisreparatur zwischen Düsseldorf und Essen  (die es nötig machte, die S-Bahn-Fahrgäste für zwei Stationen mit dem Bus zu transportieren) kam ich gestern abend eine dreiviertel Stunde zu spät im <em>Turock</em> an, und hatte dadurch die erste Band, <a href="http://www.myspace.com/theorderextreme" target="_blank">The Ordher</a>, komplett verpasst und konnte von der zweiten Band, <a href="http://www.myspace.com/fleshgodapocalypse" target="_blank">Fleshgod Apocalypse</a>, noch einen Song miterleben. Danke!</p>
<p>Gekommen war ich aber wegen den beiden Hauptacts, den polnischen Death Metal-Veteranen <a href="http://www.vader.pl/glowna-e.html" target="_blank">Vader</a> und den schwedischen <a href="http://www.marduk.nu/index.htm" target="_blank">Marduk</a>, Black Metal-Band der höheren Geschwindigkeitskategorie. Erstere ließen zum Glück auch nicht zu lange auf sich warten und lieferten einen guten Auftritt ab. Gut, nicht überragend. Ich hatte mir von der Band, die mit <em>Litany</em> eins der besten DM-Alben überhaupt rausgehauen hat, etwas mehr erwartet. Dabei spielten sie mit <em>Wings</em> und <em>Final Massacre</em>, dem ersten und dem letzten Song von <em>Litany</em>, auch die richtigen Tracks dieses Albums. Es lag wohl eher am Gesang. Piotr Wiwczarek gehört meiner Meinung nach eigentlich zu den besseren DM-Shoutern, aber da <em>Vader</em> live ein gutes Stück schneller spielten als auf ihren Alben, lag er oft daneben, verschluckte Worte oder war einfach gar nicht zu verstehen. Schade, sonst war der Sound nämlich ok.</p>
<p>Im Gegensatz zu <em>Vader</em> haben mich dann allerdings <em>Marduk</em> sehr positiv überrascht. Eigentlich bin ich weder großer Black Metal-Fan, noch habe ich mich mit dem bisherigen Werk <em>Marduks</em> mehr als oberflächlich befasst. Ich hatte mir schon überlegt, bei Nichtgefallen früh zu gehen, da die Rückfahrt nach Düsseldorf sicher wieder anstrengend würde. Aber meine Güte, die Schweden haben vielleicht reingehauen. Abgesehen von ein bis zwei &#8222;Old School&#8220;-Midtempo-Songs haben die Jungs nur volles Tempo gebolzt. Sehr beeindruckend, dass war dann doch noch versöhnlich.</p>
<p>Aber es stand ja noch die Rückfahrt, wieder mit Busexkursion, an. Und die dauerte dann, statt 45 Minuten, mal eben zwei Stunden. Macht Spaß sowas, danke nochmal Deutsche Bahn.</p>
<p>Nächsten Samstag wird es dann in der Düsseldorfer <em>Philipshalle</em> wieder progressiver als gestern: <a href="http://www.opeth.com/" target="_blank">Opeth</a> und <a href="http://www.dreamtheater.net/" target="_blank">Dream Theater</a> geben sich die Ehre. Ich freu mich drauf.</p>
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		<title>Skandalös tendenziös</title>
		<link>http://philipphenn.wordpress.com/2009/07/27/skandalos-tendenzios/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Jul 2009 12:45:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Henn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor zwei Wochen fand die konstituierende Sitzung des neu gewählten Studierendenparlamentes statt. Eine Koalition aus Juso HSG, LHG und Multi-Kulti-HSG stellt nun, unter Duldung von RCDS und Die Partei HSG, den AStA. Neuer AStA-Vorsitzender ist Andreas Jentsch von der Juso HSG.
Bisher habe ich das Ganze nicht kommentiert, da ich als Mitglied des Wahlausschusses neutral bleiben [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=philipphenn.wordpress.com&blog=3355431&post=428&subd=philipphenn&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Vor zwei Wochen fand die konstituierende Sitzung des neu gewählten <a href="http://asta.uni-duesseldorf.de/sp/" target="_blank">Studierendenparlamentes</a> statt. Eine Koalition aus <em>Juso HSG</em>, <em>LHG</em> und <em>Multi-Kulti-HSG</em> stellt nun, unter Duldung von<em> RCDS</em> und <em>Die Partei HSG</em>, den <a href="http://asta.uni-duesseldorf.de/uber-uns/" target="_blank">AStA</a>. Neuer AStA-Vorsitzender ist Andreas Jentsch von der <em>Juso HSG</em>.</p>
<p>Bisher habe ich das Ganze nicht kommentiert, da ich als Mitglied des Wahlausschusses neutral bleiben wollte. Das ist aber nun vorbei, die Wahl ist gelaufen, und eine Kleinigkeit möchte ich anmerken.</p>
<p>Nicht die Tatsache, dass die neue Koalition versucht hat, fast jede Aussprache in der Sitzung durch Anträge auf Schluss der Rednerliste ganz am Anfang von Tagesordnungspunkten, Begrenzung der Redezeit auf 1 Minute usw. zu verhindern (was man für undemokratisch halten könnte). Auch nicht die Tatsache, dass die <em>Fachschaftenliste</em>, die die meisten Sitze im SP erhielt, nicht an der AStA-Koalition beteiligt wurde (was meiner Ansicht nach aber vertretbar ist). Und auch nicht den kleinen <a href="http://asta.uni-duesseldorf.de/2009/07/23/asta-distanziert-sich/" target="_blank">Nazi-Skandal</a>, den ein Mitglied der <em>Partei HSG</em> verursachte, der Liste, die den neuen SP-Präsidenten stellt (da war ich allerdings schon nicht mehr da). Nein, mir geht es um eine kleine Bemerkung, die dem – da noch aktiven, jetzt ehemaligen – „Chefredakteuer“ (ViSdP) der <a href="http://asta.uni-duesseldorf.de/tag/campus-delicti/" target="_blank">Campus Delicti </a>an den Kopf geworfen wurde.</p>
<p>Dieser stellte nämlich dem AStA-Vorsitz-Kandidaten einige kritische Fragen, was den zukünftigen Umgang mit dem Pressereferat anging, worauf er von Seiten der neuen Koalition als „Tendenzjournalist“ bezeichnet wurde. Und das ist interessant. Ich möchte gar nicht behaupten, dass der entsprechende Redakteur seine Fragen nicht leicht „parteiisch“ stellte. Immerhin verlor er gerade seinen Job. Die <em>Campus Delicti</em> selber war aber meinem Empfinden nach in der letzten Legislaturperiode alles andere als parteiisch. Nicht nur war der ViSdP listenlos, auch war noch kürzlich ein Interview mit den ehemaligen AStA-Vorsitzenden Rainer Matheisen (<em>LHG</em>) und Philipp Tacer (<em>Juso HSG</em>) in der Zeitung, welche damals noch in der Opposition waren und trotzdem eines ihrer Projekte (die Initiative „Studenten für Düsseldorf“) vorstellen konnten. Aber darum geht es eigentlich gar nicht. Es geht darum, dass die ehemalige Opposition, jetzt wieder Koalition, sich scheinbar selber nie darum scherte, ob Journalisten tendenziös berichteten, insbesondere, wenn es zu ihren Gunsten geschah. Denn zwischen <em>Juso HSG/LHG</em> und einer Redakteurin der Westdeutschen Zeitung (WZ) scheint eine sehr enge Beziehung zu bestehen. So berichtete die WZ-Redakteurin im vergangenen Jahr mehrfach negativ über den damaligen <em>Fachschaftenliste</em>-AStA und insbesondere über den Vorsitzenden Dennis Heckendorf. Dabei gab sich die gute Dame Mühe, nicht einmal den Anschein zu erwecken, sie betreibe objektiven, unparteiischen Journalismus. Und auch nach der Wahl wurde von ihr noch nachgetreten. Die WZ veröffentlichte nämlich eine Meldung mit dem Wahlergebnis. Anstatt sich aber an die journalistisch gebotene Trennung von Meldung und Meinung zu halten, erwähnte die Redakteurin auch noch die genaue Stimmzahl Heckendorfs. Diese sei extrem niedrig (stimmt), was zeige, wie gering sein Rückhalt in der Studierendenschaft sei. Sie erwähnte dabei nicht, dass ein anderes Mitglied der <em>Fachschaftenliste</em> die meisten Stimmen auf sich vereinte, und das die ehemalige stellvertretende AStA-Vorsitzende Hanna Schade die drittmeisten Stimmen (nach Andreas Jentsch) erhielt. Auch die Informationsquelle der Redakteurin kann eigentlich nur ein Mitglied der neuen AStA-Koalition sein, denn der Wahlausschuss hat das Ergebnis nicht an sie weitergegeben, bei der öffentlichen Auszählung der Stimmen war sie (meines Wissens nach, und ich kenne die Dame vom Sehen und einem kurzen Gespräch bei einer anderen Gelegenheit) nicht anwesend und auf der Homepage des AStA wurden nur die Listenergebnisse veröffentlicht, nicht die Stimmergebnisse der einzelnen Kandidaten (die Meldung scheint mittlerweile aber ganz verschwunden zu sein).</p>
<p>Und als sei Negativpresse über den alten AStA noch nicht genug, bietet die WZ auch der neuen und vorigen Koalition immer mal wieder eine Plattform. Am 10.07. noch gab es eine ganze Doppelseite über studentisches Leben in Düsseldorf. Und auffallend viele der dort präsentierten Studierenden waren Mitglieder von <em>Juso HSG</em> oder <em>LHG</em>. Mit dabei unter anderem: die ehemaligen AStA-Vorsitzenden Matheisen und Tacer, in einem Artikel über ein bei Studenten angeblich beliebtes Restaurant (beide treten übrigens bei den Kommunalwahlen für FDP bzw. SPD an und durften in einem Extra-Kasten noch für ihre Initiative werben); Robin Teller, neues Mitglied der <em>Campus Delicti</em>-Redaktion und Düsseldorfer <em>Juso</em>-Pressesprecher/-Vorstandsmitglied, in einem Artikel über den &#8222;Treffpunkt Tiefkühltheke&#8220;; Andreas Jentsch, neuer AStA-Vorsitzender, in einem Artikel über das Leben im Wohnheim. Sehr repräsentativ für die Düsseldorfer Studierendenschaft, in der Tat.</p>
<p>Man sieht also: Tendenzjournalismus scheint nur dann schlecht zu sein, wenn er sich tendenziell gegen den Kritiker des Tendenzjournalisten richtet. Ansonsten ist Tendenzjournalismus tendenziell ne tolle Sache.</p>
<p>(Ich weiß, dass das gerade im Lokaljournalismus nunmal so läuft. Nicht schön, aber nun ja &#8230; Trotzdem finde ich es verlogen, jemandem Tendenzjournalismus vorzuwerfen, und dabei selber fett davon zu profitieren.)</p>
<p><strong>Nachtrag 28.07.09</strong>: Thomas aus dem ehemaligen AStA-Vorstand hat sich der merkwürdig parteiischen &#8222;Berichterstattung&#8220; der WZ in seinem <a href="http://www.shadaik.de/1087/cd-wz-und-die-sache-mit-der-freien-presse" target="_blank">Blog</a> noch wesentlich ausführlicher gewidmet. Interessant!</p>
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		<title>Munteres Behaupten</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 20:22:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Henn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich finde ich ja Kritik an Religion und Kirchen gut. Die atheistisch/säkulare Buskampagne, die ihren Ursprung in Großbritannien hatte, halte ich auch grundsätzlich für eine gute Idee. Oft genug stören mich christliche Werbebotschaften auf der Straße, ein bißchen kreative Gegenwehr von Nichtgottesgläubigen ist da nötig. In der Uni ist mir aber jetzt folgendes Plakat der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=philipphenn.wordpress.com&blog=3355431&post=424&subd=philipphenn&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Eigentlich finde ich ja Kritik an Religion und Kirchen gut. Die atheistisch/säkulare <a href="http://www.buskampagne.de/" target="_blank">Buskampagne</a>, die ihren Ursprung in <a href="http://www.atheistbus.org.uk/" target="_blank">Großbritannien</a> hatte, halte ich auch grundsätzlich für eine gute Idee. Oft genug stören mich christliche Werbebotschaften auf der Straße, ein bißchen kreative Gegenwehr von Nichtgottesgläubigen ist da nötig. In der Uni ist mir aber jetzt folgendes Plakat der Kampagne übel aufgestoßen:</p>
<p><img class="size-full wp-image-425 alignnone" title="motivb_31" src="http://philipphenn.files.wordpress.com/2009/06/motivb_31.gif?w=450&#038;h=84" alt="motivb_31" width="450" height="84" /></p>
<p>Der gute Vorsatz in Ehren, aber auch die Menschenrechte sind kein Naturphänomen, keine galaktische Konstante, keine Fakten, nicht &#8222;real&#8220; &#8230; wie sinnvoll und wichtig sie auch immer sein mögen. Menschenrechte sind &#8211; genau wie Religionen und (<a href="http://www.buskampagne.de/wp-content/motivc_31.gif" target="_blank">mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit</a>) Gott &#8211; eine menschliche Erfindung. Und dazu noch eine, um die sich leider viel zu viele Menschen immer noch einen Dreck scheren. Und obwohl es eigentlich wichtig ist, die Bedeutung der Menschenrechte immer und immer wieder zu erwähnen, hat es meiner Ansicht nach einen faden Beigeschmack, sie quasi gegen Gottesglauben ins Feld zu führen, indem man das macht, was Gottesgläubige auch machen, nämlich einfach mal so eine Realitätsbehauptung aufzustellen. Wenn, dann müsste man wohl sagen, die Menschenrechte seien irreal, denn es gibt so viele Verstöße gegen diese Rechte, dass sie wohl leider eher Ausnahme als Regel sind.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/philipphenn.wordpress.com/424/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/philipphenn.wordpress.com/424/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/philipphenn.wordpress.com/424/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/philipphenn.wordpress.com/424/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/philipphenn.wordpress.com/424/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/philipphenn.wordpress.com/424/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/philipphenn.wordpress.com/424/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/philipphenn.wordpress.com/424/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/philipphenn.wordpress.com/424/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/philipphenn.wordpress.com/424/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=philipphenn.wordpress.com&blog=3355431&post=424&subd=philipphenn&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Trink!</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 08:43:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Henn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der SZ behauptet eine Überschrift auf der Titelseite noch über dem Bruch heute: &#8222;Werbung treibt Jugendliche zum Komasaufen&#8220; (Online-Artikel). Die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) hat demnach eine Studie durchgeführt, in der ermittelt wurde, wie gut Kinder und Jugendliche Alkoholwerbung erkennen könnten. Außerdem wurden sie nach ihrem Alkoholkonsum befragt. Das Ergebnis: je mehr der Plakate [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=philipphenn.wordpress.com&blog=3355431&post=410&subd=philipphenn&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>In der SZ behauptet eine Überschrift auf der Titelseite noch über dem Bruch heute: &#8222;Werbung treibt Jugendliche zum Komasaufen&#8220; (<a href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/671/468237/text/" target="_blank">Online-Artikel</a>). Die <em>Deutsche Angestellten Krankenkasse</em> (DAK) hat demnach eine <a href="http://www.bmg.bund.de/cln_110/nn_1191726/SharedDocs/Standardartikel/DE/AZ/D/Glossar-Drogenbeauftragte/PM_20DAK_20Alkoholwerbung.html?__nnn=true" target="_blank">Studie</a> durchgeführt, in der ermittelt wurde, wie gut Kinder und Jugendliche Alkoholwerbung erkennen könnten. Außerdem wurden sie nach ihrem Alkoholkonsum befragt. Das Ergebnis: je mehr der Plakate oder Standbilder aus TV-Spots die Kinder und Jugendlichen erkennen, desto höher ist auch ihr Alkoholkonsum. Daraus schlussfolgert der Studienleiter Reiner Hanewinkel: &#8222;Es ergibt sich ein ganz klarer Zusammenhang zwischen Werbekonsum und exzessivem Trinken.&#8220; Nun, der Zusammenhang mag ja &#8222;klar&#8220; sein, aber ist er auch kausal? Bewirkt Werbekonsum wirklich exzessives Trinken? Die Medienwirkungsvorstellung, die hier angelegt wird ist die, welche die Werbewirtschaft gerne hätte: Stimulus-Response oder Hypodermic Needle, sprich, die Werbebotschaft (Stimulus) löst direkt einen gewollten Effekt (Response) aus, geht direkt unter die Haut. Die Medienwirkungsforschung ist aber eigentlich auf dem Stand, dass dieses Bild absolut nicht haltbar ist. Zu viele andere Faktoren spielen neben dem Medienstimulus eine Rolle, so dass dieser höchstens eine von vielen Variablen ist.</p>
<p>Mich würde interessieren, ob hier auch mal an Kontrollvariablen gedacht wurde. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass das Alter eine Rolle spielt. Je älter der Jugendliche, desto mehr Alkoholwerbung sieht er, nimmt er wahr und lernt er. Und je älter der Jugendliche, desto mehr Alkohol trinkt er. Auch der sozio-ökonomische Status könnte eine Rolle spielen. Jugendliche aus sozio-ökonomisch niedrig gestellten Haushalten sehen mehr fern und trinken mehr Alkohol wäre so eine mögliche Erklärung. Vielleicht haben die Forscher dies auch bedacht, und nur in der Präsentation ihrer Ergebnisse verschwiegen, weil sich eine Story, so wie sie jetzt in der SZ steht, viel besser verkaufen lässt. Und weil sich dann die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing hinstellen und einen weiteren Akt von Symbolpolitik fordern kann, nämlich eine Einschränkung der Alkoholwerbung.</p>
<p>Nicht missverstehen: vielleicht ist an den Ergebnissen wirklich was dran, ich habe ja nichtmal in die Studie geguckt. Aber &#8222;Ergebnisse&#8220; wie dieses müssen halt stutzig machen. Außerdem hätte ich nicht unbedingt etwas gegen ein Werbeberbot für Alkohol. Ich habe nur etwas dagegen zu glauben, dass ein solches Werbeverbot das Problem von &#8222;Komasaufen&#8220; und &#8222;exzessivem Alkoholkonsum&#8220; beheben könnte.</p>
<p>Ach ja, und noch zum &#8222;exzessiven Alkoholkonsum&#8220;. Das stört mich schon eine ganze Weile. Laut Definition des Drogen- und Suchtberichts der Bundesregierung ist exzessiver Trinker, wer in den vergangenen 30 Tagen mindestens einmal mehr als fünf Gläser Alkohol konsumiert hat. Ich also definitiv. Und natürlich eine ganze Menge anderer Jugendlicher und junger Erwachsener. Aber: was ist Alkohol? Ob ich fünf 0,2er Gläser Bier oder fünf 0,5er Cocktails trinke ist ein gewaltiger Unterschied. Und auch das Alter spielt eine Rolle. Für einen 18jährigen Jungen sind fünf Gläser Bier etwas völlig anderes als für ein 13jähriges Mädchen. Solche Kategorien sind schwachsinnig. Ich will gerade die Anzahl in Krankenhäuser eingelieferter &#8222;Alkoholleichen&#8220; nicht kleinreden, aber was hier propagiert wird, das ist Panikmache und Symbolpolitik.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Ich habe gerade in die <a href="http://www.bmg.bund.de/cln_110/SharedDocs/Downloads/DE/Drogen-Sucht/Alkohol/Studie_20DAK_20Alkoholwerbung_2005-09,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Studie%20DAK%20Alkoholwerbung%2005-09.pdf" target="_blank">Studie</a> geschaut. Tatsächlich wurde auf Variablen wie Alter und sozio-ökonomischer Status kontrolliert. Die Autoren sehen aber auch unter Kontrolle immer noch einen Zusammenhang:</p>
<p style="padding-left:30px;">&#8222;Auch nach statistischer Kontrolle einer Reihe von Alternativerklärungen ist die Chance für Lebenszeit und aktuellen Konsum sowie „Binge-Drinking“ in der Gruppe mit dem höchsten Werbekontakt in etwa verdoppelt im Vergleich zur Gruppe mit dem niedrigsten Kontakt mit Alkoholwerbung.&#8220;</p>
<p>Aber der nächste Satz lautet: &#8222;Querschnittliche Analysen allein erlauben allerdings keine zweifelsfreie Bestätigung eines kausalen Zusammenhangs.&#8220; Und das ist wichtig. Ein statistischer Zusammenhang bedeutet noch lange nicht, dass auch ein kausaler Zusammenhang vorliegt, schon gar nicht mit Werbekonsum als ursächlicher Variable für Alkoholkonsum. Die Studie selber liest sich selbstverständlich wesentlich weniger aufgeregt als die Berichterstattung oder die Statements der Bundesdrogenbeauftragten. Ich bleibe also dabei: was hier betrieben wird, ist hauptsächlich Symbolpolitik.</p>
<p><strong>Nachtrag 2:</strong> Ein weiterer Punkt, der mir beim Lesen der Studie aufgefallen ist, ist deren völlige Theorielosigkeit. Es wird ein statistischer Zusammenhang erkannt, so weit, so gut. Aber dann wird eine kausale Wirkung behauptet, die absolut nicht begründet wird. <strong>Warum</strong> und vor allem <strong>wie</strong> beeinflusst Werbung denn das Verhalten Jugendlicher dahingehend, dass sie mehr Alkohol konsumieren? Was die Autoren der Studie hier machen, will ich an folgendem Beispiel verdeutlichen: Ich rolle einen Gegenstand über eine Tischkante, beobachte, dass der Gegenstand zu Boden fällt, und behaupte dann, unsichtbare Geister seien für diesen Vorgang verantwortlich. Dies begründe ich nicht weiter, ich behaupte es einfach. Genau so machen die Autoren das. Sie beobachten einen Zusammenhang und behaupten dann eine Ursache und eine Wirkung, ohne diese zu begründen. Manch einer mag zwar glauben, Sozial- oder Geisteswissenschaften kämen ohne Theorie aus, aber dem ist nicht so. Einfach etwas aufgrund einer Beobachtung zu behaupten ist unwissenschaftlich.</p>
<p>Über die Methodologie der Studie möchte ich mich jetzt gar nicht mehr auslassen, das würde den Rahmen sprengen. Nur soviel: zum heiklen Thema Alkohol Jugendliche <strong>im Klassenverband</strong> zu befragen, bei Anwesenheit der Lehrer, ist zumindest fragwürdig.</p>
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		<title>Die Qual der Wahl</title>
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		<pubDate>Sat, 09 May 2009 17:12:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Henn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da ich am 07.06. wahrscheinlich nicht nach Aachen fahren kann, habe ich für die Europawahl zum ersten Mal Briefwahl beantragt. Heute sind die Unterlagen angekommen und zum ersten Mal habe ich mir, anders als sonst in der Wahlkabine, wirklich die Zeit genommen und mir alle 31 zur Wahl stehenden Parteien genau durchgelesen. Und musste teilweise [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=philipphenn.wordpress.com&blog=3355431&post=391&subd=philipphenn&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Da ich am 07.06. wahrscheinlich nicht nach Aachen fahren kann, habe ich für die Europawahl zum ersten Mal Briefwahl beantragt. Heute sind die Unterlagen angekommen und zum ersten Mal habe ich mir, anders als sonst in der Wahlkabine, wirklich die Zeit genommen und mir alle 31 zur Wahl stehenden Parteien genau durchgelesen. Und musste teilweise laut lachen. Ganz im Sinne Anthony Downs habe ich mir als rationaler Wähler zur Erlangung der vollständigen Information die Parteien und ihre Ziele im Internet angeschaut, obwohl meine Entscheidung eigentlich schon steht.</p>
<p><a href="http://www.cdu.de/portal2009/startpage.htm" target="_blank">CDU (Christlich Demokratische Union Deutschlands)</a>: Die Christdemokraten treten als einzige mit einer Liste für NRW, nicht mit einer gemeinsamen Liste für alle Länder an. Sie wollen sich für eine stabile Währung, Wirtschaftswachstum und sichere Arbeitsplätze einsetzen (ach, wirklich?) und lehnen eine Vollmitgliedschaft der Türkei ab (ach, wirklich?). Sollte die Union bei der Wahl gewinnen (?), will sie laut Generalsekretär Ronald Pofalla den künftigen deutschen Kommissar stellen. Er übersieht aber scheinbar, dass, sollte der neue EU-Vertrag angenommen werden, erstens nach dem Rotationsprinzip ab und zu Deutschland gar keinen Kommissar stellen darf und dass zweitens die Kommissare &#8222;unabhängig&#8220; sein sollen. Ob das auf ein Parteimitglied zutrifft muss sich dann wohl erst noch zeigen.</p>
<p><a href="http://www.spd.de/" target="_blank">SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands)</a>: Die SPD, die zur Zeit mit einer selten dämlichen Plakatkampagne gegen sich selber wirbt, will mit Europa klare Regeln für die Finanzmärkte und neue Arbeitsplätze schaffen, Lohndumping verhindern, durch Geld für Bildung, Innovation und Forschung in die Zukunft investieren, für Umweltschutz sorgen und weltweit für Frieden, Sicherheit und Gerechtigkeit eintreten. Nicht wirklich überraschend, aber alles andere wäre ja auch eine Überraschung gewesen.</p>
<p><a href="http://www.gruene.de/" target="_blank">GRÜNE (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)</a>: Die Grünen wollen WUMS. WUMS? Ja, WUMS. &#8222;Wirtschaft und Umwelt, menschlich und sozial&#8220;. Nun ja, blöder, pseudocooler Slogan, aber wählen werde ich sie wohl trotzdem. Spitzenkandidaten sind übrigens die Rebecca und der Reinhard. So voll bürgernah und so!</p>
<p><a href="http://www.liberale.de/" target="_blank">FDP (Freie Demokratische Partei)</a>: Auch die Liberalen überraschen höchstens mit einem umständlichen Weg, bis man mal bei ihren Europawahlzielen angekommen ist: Freiheit (der urliberale Wert!), Marktwirtschaft und Bürgerrechte heißen die Schlagworte. Wahlkampftechnisch macht man voll auf Obama, angefangen vom Layout der Homepages, dem Mitmach- und Spendenaspekt bis zur Konzentration auf die Spitzenkandidatin Silvana Koch-Mehrin.</p>
<p><span id="more-391"></span><a href="http://die-linke.de/" target="_blank">Die LINKE (DIE LINKE)</a>: Gerechtigkeit, Frieden und soziale Gerechtigkeit, dafür wollen sich die Linken in Europa einsetzen. Dabei lehnen sie den EU-Reformvertrag ab, da dieser Umweltzerstörung, unfaire Handelsbeziehungen und militärische Einsätze weiter verankere. Hauptthema ist aber natürlich die Wirtschaftskrise. An dieser sei die EU mit Schuld. Böse EU, schäm dich!</p>
<p><a href="http://www.rep.de/" target="_blank">REP (DIE REPUBLIKANER)</a>: Direkt nach der Linken folgen die ersten Rechten. &#8222;Ja zu Europa &#8211; nein zu dieser EU&#8220;. Europa werde von fremden Kulturen unterwandert, die Werte des christlichen Abendlandes seien in Gefahr, so die Nationalisten. Deshalb sind sie für ein &#8222;Europa der Vaterländer&#8220;, gegen den Euro, für weniger Supranationalismus und natürlich sind sie gegen den Beitritt der Türkei zur EU. Bemühen sich scheinbar, den Eindruck rechter Gesinnung zu vermeiden, aber sobald der Begriff &#8222;Überfremdung&#8220; auftaucht, ist ja eigentlich alles klar.</p>
<p><a href="http://www.tierschutzpartei.de/" target="_blank">DIE TIERSCHUTZPARTEI (Mensch Umwelt Tierschutz)</a>: Hier ist der Name natürlich Programm. Trotzdem sagt die Partei von sich, sie könne in allen Bereichen mitreden. Wichtig ist vor allem der ökologische Gedanke. Nebenbei sehen die Tierschützer sich als Anwalt des kleinen Mannes: Alte, Kranke, Arbeitslose, Kinder, Menschen ohne Lobby halt. Die Tatsache, dass man eine kleine Partei ist, scheint man mit viel viel viel Text wiedergutmachen zu wollen.</p>
<p><a href="http://www.familien-partei-deutschlands.de/" target="_blank">FAMILIE (Familien-Partei Deutschlands)</a>: Die Familien-Partei will irgendwie &#8230; na, so ganz schlau werde ich aus deren Programm nicht. Ein bißchen links, ein bißchen rechts irgendwie. Nur soviel EU wie nötig, aber eine Harmonisierung der Steuer- und Sozialsysteme. &#8222;Förderung des kulturellen Austausches für alle Bevölkerungsgruppen&#8220;, aber auch &#8222;Erhalt der regionalen Sitten und Bräuche&#8220;. Aber auf der Liste steht ja nur Familien-Partei, da wird sich schon niemand vorher informieren.</p>
<p><a href="http://www.feministischepartei.de/" target="_blank">DIE FRAUEN (Feministische Partei DIE FRAUEN)</a>: Nur vier Kandidatinnen stellt diese Partei, die wenigsten von allen. Vier Kandidatinnen? Nein. Ein unbeugsamer Mann leistet ihnen &#8230; äh, unterstützt sie. Ist übrigens Zollbeamter aus Berlin. Die Frauen setzen sich neben Fraueninteressen für eine herrschaftsfreie Gesellschaft und gegen Gewalt, Sexismus und Rassismus ein. Löblich.</p>
<p><a href="http://www.helmut-fleck.de/" target="_blank">Volksabstimmung (Ab jetzt&#8230;Bündnis für Deutschland, für Demokratie durch Volksabstimmung)</a>: Ja, das da in der Klammer steht wirklich auf dem Wahlzettel. Es geht nicht sperriger? Abwarten! Scheint eine Art Ein-Mann-Partei eines Dr. Helmut Fleck zu sein, auch wenn 10 Kandidaten auf der Liste stehen. Sie nennen ihre Website &#8222;Weltnetzseite&#8220; und sprechen davon, der &#8222;Verfassungsschutz&#8220; (ja, in Anführungszeichen) sei von ihrem Anliegen, Volksabstimmungen einzuführen, irritiert. Ich auch. Ab jetzt!</p>
<p><a href="http://www.pbc.de/" target="_blank">PBC (Partei Bibeltreuer Christen)</a>: Wenn ich jetzt irgend einen Witz mache, komm ich dann in die Hölle? Die Bibeltreuen sagen vor allem eine Menge NEIN (zu Großmoscheen, Abtreibung, dem sich zur Diktatur ausweitenden EU-Zentralismus), aber auch eine Menge JA (Gott, ach was, GOTT, Ehe, kulturelle Vielfalt in Europa OHNE die Türkei &#8230; STOPP, Ehe nur zwischen Mann und Frau selbstverständlich).</p>
<p><a href="http://www.oedp.de/" target="_blank">ödp (Ökologisch-Demokratische Partei)</a>: Na ja, wo da jetzt der große Unterschied zu den Grünen ist kann ich durch Lektüre des Flyers nicht erkennen. Irgendeinen wird es schon geben. Der Parteivorsitzende ist älter, das wird es sein! Ach ja, und Rundfunkmastenstrahlung ist gefährlich! Sehr!</p>
<p><a href="http://www.christliche-mitte.de/" target="_blank">CM (CHRISTLICHE MITTE &#8211; Für ein Deutschland nach GOTTES Geboten)</a>: Joa, nochmal GOTT halt. Scheint mir ein bißchen radikaler und noch etwas islamophober zu sein als die PBC. Alle Gesetze sollen an GOTT ausgerichtet werden, Homosexuelle werden in einem Satz mit Kinderschändern genannt. Kinder sollen sogar strafrechtlich vor Homosexualität geschützt werden. Ich hab mich ja bemüht, aber: verdammte A&#8230;löcher! Danke, nächster.</p>
<p><a href="http://www.dkp-online.de/" target="_blank">DKP (Deutsche Kommunistische Partei)</a>: Die Partei, die Partei, die hat immer Recht! Die Kommunisten wollen einen Kampfpakt schließen. Und sonst ist man natürlich kommunistisch. Scheiß Kapital! Und viel zu viel Text. Da muss man noch guter, alter, marxistischer Magisterstudent sein um die Zeit zu haben, das alles zu lesen. Ach ja, Israels Politik ist böse.</p>
<p><a href="http://www.partei-aufbruch.de/" target="_blank">AUFBRUCH (Aufbruch für Bürgerrechte, Freiheit und Gesundheit)</a>: Hey, Gesundheit ist mal was Neues. AUFBRUCH wirbt damit, dass auch Ärzte in der Partei vertreten sind. Naturmedizin soll für alle zugänglich sein und neben der &#8222;Schulmedizin&#8220; gleichberechtigt werden. Und Mobilfunk ist böse. Smells like homöopathischer Esokram. Beim Namen der Partei fällt mir auf: es tritt ja gar keine CHANGE- oder Yes-we-can-Partei an?! Seltsam.</p>
<p><a href="http://www.gleichheit.de/website/" target="_blank">PSG (Partei für Soziale Gleichheit, Sektion der Vierten Internationale)</a>: Auch Trotzski lebt weiter: Wie bei der DKP viel zu viel Text und Geschwafel vom bösen Kapitalismus und dem Segen des Sozialismus. Blah.</p>
<p><a href="http://www.bueso.de/" target="_blank">BüSo (Bürgerrechtsbewegung Solidarität)</a>: Deutsche Abteilung der LaRouche-Bewegung, Parteivorsitzende ist Helga Zepp-LaRouche, die Ehefrau von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lyndon_LaRouche" target="_blank">Lyndon LaRouche</a>.Verschwörungstheoretiker, Antizionimus, sektenartige Struktur &#8230; ich hab keine Lust, mir deren Wahlprogramm durchzulesen.</p>
<p><a href="http://www.50plus-bund.de/" target="_blank">50Plus (50Plus Das Generationen-Bündnis)</a>: Die &#8222;Vereinigung unabhängiger, sich verantwortlich fühlender Bürger&#8220; will vor allem gegen Faulheit der EU-Beamten, Geldverschwendung und den Einfluss Brüssels auf die Politik der Nationalstaaten vorgehen. Mehr kann ich da absolut nicht rauslesen. Na ja.</p>
<p><a href="http://www.auf-partei.de/" target="_blank">AUF (AUF &#8211; Partei für Arbeit, Umwelt und Familie, Christen für Deutschland)</a>: Uh, die laden tatsächlich Eva Herman als Sprecherin für ihre Wahlkampfkampagne ein. Das kann ja nur super werden! Die Inhalte gibt die Partei im Titel ja schon an.</p>
<p><a href="http://landesverband.bayernpartei.de/">BP (Bayernpartei)</a>: Für bayrische Eigenstaatlichkeit! Jawoll! Wahlkampftipp: Oktoberfest in den Mai vorziehen, besoffene Besucher ins Wahllokal locken, dann passt das schon. Ansonsten viele Forderungen nach Verbraucherschutz, direkter Demokratie, Schutz der Heimatregionen. Ob die außerhalb Bayerns jemand wählt?</p>
<p><a href="http://www.die-rechte.info/wordpress/" target="_blank">DVU (DEUTSCHE VOLKSUNION)</a>: Die Neue Rechte &#8230; gibt es jetzt auch schon seit 1971. Vor kurzem stieg Übervater Gerhard Frey aus, den Deutschlandpakt mit der NPD scheint man wieder auflösen zu wollen, man will sich als weniger extrem und neonazistisch präsentieren. Programm zur Europawahl finde ich irgendwie nicht. Es gibt zwar seit gestern eine <a href="http://europa-wehrt-sich.de/" target="_blank">eigene Seite</a>, aber die leidet noch unter einem Mangel an Inhalt (außer der Moschee oben). Ist vielleicht auch gut so.</p>
<p><a href="http://www.diegrauen.de/" target="_blank">DIE GRAUEN (DIE GRAUEN &#8211; Generationspartei)</a>: Ich mochte die ja lieber, als sie noch die Grauen Panther waren. Das klang so kämpferisch. Man sieht sich aber selber nicht als Nachfolgepartei der Grauen Panther. Obwohl der Panther noch immer im Logo ist. Europaprogramm? Finde ich nicht, außer der, ähm, Drohung: &#8222;Die Pantherkralle schlägt zurück…&#8220;. Klingt wie ein Bruce Lee-Film. Cool.</p>
<p><a href="http://www.die-violetten.de/de.html" target="_blank">DIE VIOLETTEN (Die Violetten &#8211; für spirituelle Politik)</a>: Legen&#8230;, wait for it, &#8230;dary! Für mehr Entwicklung zum höheren Bewusstsein, für Gesundheit und ein bedindungsloses Grundeinkommen, damit Arbeit ihren Zwangscharakter verliert und jeder nur noch arbeiten kann, wo er will, besonders im sozialen Bereich. Nahrung etc. muss ja nicht produziert werden, wir können uns ja alle vom Manna ernähren.</p>
<p><a href="http://www.e-d-e.eu/" target="_blank">EDE (Europa &#8211; Demokratie &#8211; Esperanto)</a>: EDE will die internationale Sprache Esperanto verbreiten und ein europäisches Bewusstsein schaffen und befürwortet die EU und den Reformvertrag. Das ist doch mal erfrischend anders.</p>
<p><a href="http://www.fbi-europawahl.de/" target="_blank">FBI (Freie Bürger-Initiative)</a>: Scully? Ja, Mulder? Achtung, der wirkliche Witz kommt noch. Erstmal zum Programm: mehr Bürgerbeteiligung, Stärkung des Parlaments. Ok soweit. Dann soll der finanzielle deutsche Beitrag zur EU gesenkt werden, Deutsch aber trotzdem als Amtssprache in der EU eingeführt werden. Und, jetzt kommt es: &#8222;Effektive Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität, illegaler Zuwanderung und internationalem Terrorismus, durch eine gemeinsame Grenzpolizei mit Einrichtung einer europäischen FBI&#8220;. Großartig. Die Wahrheit ist irgendwo da draußen.</p>
<p><a href="http://www.fuervolksentscheide.de/" target="_blank">Gerechtigkeit braucht Bürgerrechte &#8211; Wir danken für Ihr Vertrauen! (FÜR VOLKSENTSCHEIDE (Wählergemeinschaft))</a>: Wie versprochen, es geht noch sperriger als bei Volksabstimmung. Volksentscheide und -abstimmungen scheinen eine sehr komplizierte Sache zu sein, wenn man schon so lange Namen braucht, um sie zu fordern. Intelligent übrigens, dem Wähler schon auf dem Wahlzettel zu danken. Da muss man ja glatt sein Kreuz für GbB-WdfiV machen (laut Homepage heißen die übrigens FÜR VOLKSENTSCHEIDE).</p>
<p><a href="http://www.fw-europa.eu/" target="_blank">FW FREIE WÄHLER (FW FREIE WÄHLER)</a>: Die &#8222;CSU-Rebellin&#8220; Gabriele Pauli tritt als Spitzenkandidatin für die Freien Wähler an. Und ich würde sicher auch rausfinden, was genau die Freien Wähler wollen, wenn das Wahlprogramm nicht 11 Seiten lang wäre. Kurzfassung bitte!</p>
<p><a href="http://www.newropeans.eu/index.php?lang=de" target="_blank">Newropeans</a>: Gratulation für den kreativen Namen! Newropeans bezeichnet sich als &#8222;erste transeuropäische politische Bewegung, die bei den Europawahlen 2009 in allen EU-Mitgliedstaaten antritt &#8211; mit dem gleichen Namen, mit dem gleichen Programm und mit dem gleichen Ziel&#8220;. Der Kurs ist eindeutig Pro-Europa, Ziel soll eine wirkliche europäische Regierung sein. Interessant, insbesondere da ja in letzter Zeit häufig über die Einführung europäischer Parteien gesprochen wurde. Das Programm sieht sehr ausgeklügelt aus. Sollte man weiter beobachten.</p>
<p><a href="http://www.piratenpartei.de/" target="_blank">PIRATEN (Piratenpartei Deutschland)</a>: Ist das eine so gute Idee, in Zeiten der boomenden Piratenindustrie vor Somalia mit solch einem Namen anzutreten? Die Piratenpartei tritt aber nicht für Freibeuterei , sondern für informationelle Selbstbestimmung, gegen Patente auf Software und für eine Lockerung des Urheberrechts an. Insofern eigentlich schon ein bißchen piratisch, wenn man an Bezeichnungen wie Software<em>piraterie</em> und <em>Raub</em>kopien denkt.</p>
<p><a href="http://www.rrp-bund.de/" target="_blank">RRP (Rentnerinnen und Rentner Partei)</a>: Rentnervertretung. Noch eine. Na ja. Im Vergleich zur nachfolgenden Partei vertritt die RRP dem Namen nach aber auch Rentnerinnen.</p>
<p><a href="http://rentner-partei.com/" target="_blank">RENTNER (Rentner-Partei-Deutschland)</a>: Wer möchte den Rentnern eigentlich mal sagen, dass es ineffektiv sein könnte, mit gleich drei (ich zähl 50Plus mal nicht dazu) zielgruppenspezifischen Parteien anzutreten? Die RENTNER haben im Vergleich zur RRP aber die schönere Homepage.</p>
<p><strong>Nachtrag 14.05.09</strong>: Ich habe heute den <a href="http://www.wahl-o-mat.de/europa/" target="_blank">Wahl-O-Mat</a> verwendet, und die Partei mit der größten Übereinstimmung bei mir ist *trommelwirbel* DIE FRAUEN. Lustig. Die GRÜNEN sind aber auf Platz zwei. Passt also.</p>
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